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Hochsensibilität und Herzdenken

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Hochsensible sind anders. Anders in ihrem ganzen Sein. Sie fühlen und denken anders, nehmen anders wahr, empfinden sich anders in ihrem Körper. Neurophysiologisch ausgedrückt: Sie sind neuronal anders vernetzt als Normalsensible.

In zahllosen Artikeln wird versucht zu beschreiben, wie es sich anfühlt, mit Hochsensibilität zu leben. Ist Hochsensibilität ein Fluch oder ein Segen? Immer wird es Menschen geben, welche ihre HS als Gabe schätzen, während andere darunter leiden.  Ich frage mal anders:

Warum gibt es Hochsensibilität?  Was hat die Schöpfung sich dabei gedacht? – Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass nichts in diesem Universum ohne Grund geschieht.  Was also ist die Aufgabe der Hochsensibilität bzw. der HSM, der hochsensiblen Menschen?

 

Das Leiden der Anderen

Für diejenigen HSM, die eher unter ihrer HS leiden, ist der Grund fast immer das Wahrnehmen von fremden Gefühlen und Gedanken – vor allem der negativen.

Kann es sein, dass genau hier eine wichtige Aufgabe für uns Hochsensible liegt?

Den Schmerz und das Leiden anderer Wesen wahrzunehmen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen?

Zugegeben,  die Emotionen der schlecht gelaunten, gestressten  Menschen, die im Supermarkt auf mich einströmen, müssen sicher nicht in die Welt getragen werden.  Ich erlebe diese eher als Nebenwirkung und übe mich darin, diese nicht oder möglichst wenig wahrzunehmen. Und natürlich sind solche Orte nicht gerade meine bevorzugten Aufenthaltsorte.

Anders die Natur: Seit langem gehören wenigstens zwei Spaziergänge am Tag in Wald und Feld, über Wiesen und an Stränden, gemeinsam mit meinen Hunden zu meiner täglichen Routine.

 

Bruder Tier

Die Natur gibt mir Kraft, Freude, Glück. Dennoch nehme  ich auch in der Natur Leiden wahr.

Allerdings war das früher nicht so. Woher kommen diese neuen Fähigkeiten?

Ich glaube, das sind gar nicht meine Fähigkeiten. Sondern die meiner beiden Hunde. Alle Hunde kommunizieren mit anderen Tieren und auch mit Pflanzen. Und wie es hochsensible Menschen gibt, gibt es auch hochsensible Tiere.

Meine Hündin Tashi begann ihr Leben als Strassenhund in Südeuropa und kam nach etlichen Stationen auf komplizierten Wegen in mein Leben. Von Anfang an hatten wir eine telepathische Verbindung.  Ich hatte auch früher Hunde gehabt, aber erst durch Tashi lernte ich, Hunde zu verstehen. Schon am Tage ihrer Ankunft bei mir, auf unserem ersten Spaziergang stellte ich verblüfft fest, dass ich plötzlich mehr riechen konnte!

Als ein Jahr später mein zweiter Hund Miro zu uns kam, war es Tashi, die zwischen uns vermittelte und übersetzte. Denn Miro war geboren und aufgewachsen fern von allen Menschen, hatte nie mit Menschen zu tun gehabt, nie mit ihnen kommuniziert. So wurde Tashi unsere Lehrerin; sie weckte mich nachts, wenn Miro dringend raus musste und nicht wusste, wie er mir das sagen konnte. Als ich einige Tage verreisen musste, tröstete sie Miro und sagte ihm, dass ich wiederkomme.

Irgendwann in dieser Zeit bemerkte ich, dass ich die Tiere in meiner Umgebung verstehen konnte. Und manchmal die Bäume.

Zweifellos ist meine Hündin Tashi ein hochsensibler Hund.

Ich bin ein hochsensibler Mensch. Wir sind, wie alle Hunde mit ihren Menschen, auch energetisch miteinander verbunden: Hunde haben (wie alle Tiere, die eng mit Menschen zusammenleben) die gleiche Anordnung der Chakren mit denselben Funktionen wie der Mensch.

siehe auch Die energetische Beschaffenheit einer Beziehung

 

Alle Geschöpfe sind miteinander verbunden

Darüber hinaus nehmen Hunde immer sehr intensiv die energetische und seelische Beschaffenheit ihres Menschen in sich auf – sie werden gewissermassen ihrem Menschen immer ähnlicher. So wurde aus meinem Hund Miro, der als hochempfindlicher (ja, auch das gibt es bei Tieren!) schwer traumatisierter Hund kam, extrem auf alle äusseren Reize reagierte, schnell überfordert war, im Laufe der Zeit ein Hund, den ich durchaus als hochsensibel erlebe. Ob diese HS bei ihm angeboren ist, oder ob das die natürliche Folge ist, wenn ein Hund mit einem HSM zusammenlebt, vermag ich nicht zu sagen.

 

ein Hund
aganyga / Pixabay

Tatsache ist jedenfalls, dass ich, seitdem Tashi Miro und mich lehrte, einander zu verstehen, begann, das Tierleid mitzuempfinden.


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Teilweise ist das für mich ein unerträglicher Schmerz. So las ich vor einigen Monaten in der Presse einen Artikel über einen Bio-Zuchtbetrieb für Hähnchen. Obwohl ich niemals Tiere gegessen habe, glaubte ich doch, in Biobetrieben hätten sie bis zu ihrem Tod ein besseres Leben. Dann las ich diesen Artikel… nie hätte ich mir so etwas Grausames vorstellen können, solche Qualen… Nein, ich werde euch und mir Details ersparen. Aber mich hat die Vorstellung dieser ungezählten leidenden Hühner nicht mehr losgelassen; ich heulte den ganzen Tag. Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke.

Im Alltag spüre ich die Betroffenheit meiner Hunde, wenn wir einem traurigen Hund begegnen. Einem Hund, der nicht Hund sein darf, strikt Kopf-an-Knie gehen muss und jede Bewegung seines Kopfes mit grossen Schmerzen an seiner empfindlichen Kehle bezahlen muss, weil sein Mensch an der Leine ruckt. Nicht, dass dieser Mensch ein Tierquäler ist – nein, er tut das, was er gelernt hat, wie es gelehrt wird von unzähligen Hundetrainern, weil Hunde und Tiere angeblich kaum Schmerzen empfinden.

Ich spüre die grosse Angst der Feldmäuse, wenn sie sich aus ihren Erdhöhlen an die Oberfläche wagen.

 

Die Gefühle der Pflanzen

Hunde kommunizieren mit Pflanzen. Und zumindest die Bäume lassen mich – manchmal – an ihrer Kommunikation teilhaben. Viele, viele Bäume leiden. Daran, dass sie nicht oder nur sehr wenig wahrgenommen werden von den Menschen. Sie trauern, dass heutzutage kaum noch Kinder in ihnen klettern, schaukeln, Baumhäuser bauen. Sie möchten teilhaben am Leben der Menschen und Tiere, nicht nur am Leben der Eichhörnchen und Vögel, die in ihnen leben. Sie wünschen, dass mehr Menschen zu ihnen treten, ihnen zuhören, mit ihnen kommunizieren.

Was ist mit anderen Pflanzen zum Beispiel Gräsern? Leider bin ich nicht hellhörig genug – noch nicht? -, um das Flüstern des Grases zu verstehen. Aber ich weiss, dass auch das Gras etwas zu erzählen hat.

Ich kleiner Mensch, einer von über 7.000.000.000 – habe also ein Bewusstsein vom Leid meiner Mitgeschöpfe. Und was ändert das? Worin genau liegt nun die Aufgabe? Sicher, ich rede über meine Erfahrungen. Mit allen Kindern und allen Menschen, die offen genug dafür sind. Ich schreibe darüber, in der Hoffnung, Menschen zu erreichen.

Trotzdem glaube ich, dass das Entscheidende das Bewusstsein an sich ist, das ich in mir trage.

Moment mal: Das Bewusstsein vom Leiden? Kann es die Aufgabe von HS sein, zu leiden? Mit anderen Geschöpfen mitzuleiden?

Nein, auf keinen Fall!

 

Die Krone der Schöpfung

 

Königskrone
talpeanu / Pixabay

Der Mensch wird als Krone der Schöpfung bezeichnet. Was heisst das?

Man kann den Menschen auch als Mittelpunkt der Schöpfung betrachten. Denn er steht zwischen Tier-, Pflanzen- und Mineralreich einerseits und höheren Wesen wie Engelhierarchien andererseits. Diese sind geistig wesentlich höher entwickelt als der Mensch. Wieso ist trotzdem der Mensch die Krone der Schöpfung?

Der Mensch ist das einzige freie Wesen der Schöpfung.

Der Mensch  frei  – trotz Schicksal, trotz Sachzwängen? Ja! Denn Freiheit beginnt im Geiste: Völlig unabhängig von den Umständen kann der Mensch sich entscheiden für das Gute – oder für das Böse.

Diese Form von Freiheit hat kein anderes Wesen der gesamten Schöpfung!

Die Engel sind immer gut, aber sie haben nicht die Freiheit, das Gutsein zu wählen.

Und die gefallenen Engel? Die in einem anderen Weltenzyklus herausgefallen sind? Auch die haben nun keine Freiheit mehr.

Auch Tiere haben keine Freiheit. Sie kennen keine Moral. Hunde lehren die Menschheit bedingungslose Liebe – aber nicht, weil sie es so wollen, sondern weil es ihre Aufgabe ist: Sie können nicht anders.

Nur der Mensch hat die Freiheit des Willens. Deshalb ist er die Krone der Schöpfung.

Eine Krone – in früheren Zeiten war diese Königen vorbehalten. Die kümmerten sich im besten Fall um ihre Untertanen, sorgten für ihr Wohlergehen. In der physischen Welt steht der Mensch über allen anderen Geschöpfen. Damit hat er die Verantwortung für die  Geschöpfe der anderen Naturreiche. Denn diese sind uns ausgeliefert, auf Gedeih und Verderb.

Wir alle wissen, wie diese Tatsachen in der Welt angewandt werden: Der Mensch stellt sich über die Tiere, Pflanzen, das Wasser und die Erde. Beutet sie aus, misshandelt und tötet sie.

 

Sentio omnibus ergo sum

In Abwandlung an die Aussage von Descartes „Cogito ergo sum“ als Grundsatz kann man für das Sein, das Selbst-Empfinden hochsensibler Menschen sagen: Sentio omnibus ergo sum – ich fühle mit allem, also bin ich.

Liegt darin vielleicht die Aufgabe, die Hochsensibilität in der Welt hat?

Ich als HSM habe die Gabe, die Gefühle und das Leiden anderer Geschöpfe wahrzunehmen.

Eine Gabe ist eine Aufgabe.

Die Aufgabe  – eine Aufgabe! könnte sein, durch meine Wahrnehmungen ein Bewusstsein für das Leid anderer Wesen zu wecken in Menschen, die diese Gabe nicht haben! Und dadurch ein kleines Stückchen an  der Menschheitsaufgabe zu arbeiten, unserer Sorgfaltspflicht für unsere Mitgeschöpfe nachzukommen: der Tierwelt, Pflanzenwelt, den Mineralien, dem Wasser und natürlich der Erde.

Denn nur, weil nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen Steine aus toter Materie bestehen, der Erdboden und das Wasser lediglich als chemische Substanzen betrachtet werden, heisst das nicht, dass sie nicht fühlende Wesen sind.

Wasser ist ein lebendiges Wesen, das den Menschen fühlt, so wie die Erde auch. Ich hoffe, dass es bald immer mehr Menschen gibt, die mit Steinen, Wasser, Erde kommunizieren können. Und die dem Rest der Menschheit dann mitteilen, was Wasser und Erde ihnen zugeraunt haben.

Und auch, wenn ich selbst weit davon entfernt bin, mit diesen Naturreichen zu kommunizieren, so weiss ich eines doch ganz sicher:

Diese Wesen wollen wahrgenommen werden. Nicht  als tote Sachen, die in der Gegend rumstehen, betrachtet werden. Sondern als fühlende und leidende, lebendige Wesen.

 

Herzdenken

 

Trauerweide an einem See
MabelAmber / Pixabay

Und wie ist das nun mit dem Herzdenken?

Was ist das überhaupt?

Das Herz ist ein Wahrnehmungsorgan. Die Naturwissenschaft behauptet, es ist eine Pumpe, die das Blut pumpt. Man kann es auch anders herum sehen:

Das Blut bewegt das Herz. Indem das Blut rhythmisch durch das Herz fliesst, schmeckt das Herz, nimmt wahr, wie unser Befinden ist.

Kardiologen und Neurologen ist längst bekannt, dass im Herzen gewissermassen ein zweites Gehirn ist. Vom Herzen gehen mehr Nervenverbindungen aus als vom Gehirn! Damit sind die neurophysiologischen Grundlagen des Herzdenkens nachgewiesen.

Vielleicht ist es an der Zeit, den Begriff des Denkens  weiter zu fassen?

Es gibt verschiedene Arten des Denkens: Rationales Denken, analoges Denken. Denken in Wörtern, denken in Bildern. Denken in Gefühlen. Kopfdenken und Herzdenken.

Das Herzdenken ist ein wahrnehmendes Denken. Damit nehmen wir nicht nur uns selbst, sondern auch die Welt um uns herum wahr. Und fühlen die Verbindung von uns mit anderen.

Denken als Wahrnehmung. Ich weiss, weil ich fühle.

Herzdenken verbindet wissen und fühlen. Durch unser Herz, durch das Herzdenken sind wir verbunden mit allen anderen Wesen.

Sich verbunden zu fühlen mit der ganzen Welt, ist eine typische HS Eigenschaft.

Hochsensible sind prädestiniert zum Herzdenken!

Sind alle hochsensiblen Menschen Herzdenker?

Und anders herum: Sind alle Herzdenker hochsensibel?

Wie meist, habe ich keine Antworten; nur Fragen. Es gibt so viel zu erforschen!

Bitte schreibe gerne deine Gedanken dazu in das Kommentarfeld; dieses erscheint, wenn du ganz nach unten scrollst.

 


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14 Gedanken zu „Hochsensibilität und Herzdenken

  1. Liebe Jutta
    Das ist ein sehr sehr schöner Artikel.
    Er umfasst so viel!
    Die Tiere, die Natur, unsere HS Gaben, die Schöpfung, unser freier Wille der nur uns Menschen zu eigen ist, was es heisst König der Schöpfungswelt zu sein/ unsere Verantwortung gegenüber der Welt wenn man schon die Spitzenposition besetzen darf….
    Ja genau, das sind auch viele Fragen die mir durch den Sinn gehen und über die ich manchmal nachdenke.
    Was ist unsere HS Lebensaufgabe? Nebst natürlich unseren individuellen Lebensaufgaben die jeder Einzelne von uns hat.
    Wieso hat die Evolution HS hervorgebracht? Was ist der Sinn darin? Gab es schon immer HS Menschen? Nur hatte es hier in der zivilisierten Welt keinen oder wenig Platz für so etwas?
    Dass das Herz mehr Nerven hat als beim Gehirn, dieses anatomische Wissen kannte ich noch nicht.
    Es ist sehr interessant und gibt dem Thema Herzdenken ein grosses Verständnis.
    Herzdenken ist etwas Wichtiges in der heutigen Zeit. Durch bewusstes Leben und durch spirituelle Weiterentwicklung werden wohl noch viele Menschen zum Herzdenken geleitet.
    Auch kann ich nicht sagen ob alle HS automatisch Herzdenker sind, aber eine grosse Veranlagung dazu werden sie wohl haben. Und durch ihr tieferes Bewusstsein zu den Dingen/Natur/Menschen werden sie immer wieder damit in Kontakt kommen, und somit immer tiefer ans Herzdenken herangeführt.
    Danke für diesen neuen Artikel und deine persönlichen Gedanken die du mit uns teilst.

    1. Ganz herzlichen Dank für Dein positives Feedback! Das macht mir Mut, über so private und spirituelle Themen zu schreiben.
      Lieben Gruss, Jutta

    2. Liebe Jutta, auch ich danke dir für deine Offenheit und dass du uns teilhaben lässt an dem, was du fühlst und denkst. Die ganze Zeit frage ich mich, wie das ist mit dem Bauchdenken, das gibt es ja auch und auch der Darm ist ja eins der wichtigsten Organe und sendet als System Signale an das Hirn oder auch an das Herz??? Ich weiß es nicht. Weißt du etwas über Bauchgefühl und Herzgefühl? Ich denke , dass es ähnlich ist, aber eben wohl doch nicht ganz dasselbe. Wenn man die Sinne betrachtet, dann ist ja die Intuition, Vorahnung, die man ja oft im Bauch spürt auch ein Sinn. Bei mir ist es so, dass mir vom Bauch her mulmig wird, wenn ich in bestimmte Räume oder auch Situationen komme oder mir bestimmt Menschen oder Tiere begegnen, da spüre ich sofort, das etwas nicht stimmt und nehme eine Schwingung wahr, die z.B. Angst macht oder beklemmung erzeugt. Dasselbe passiert auch, wenn ich mich an einem Ort besondern wohl fühle oder geborgen, da ist der Bauch entspannt, locker. Aber bei mir ist es komisch, auch mein Rücken spielt bei mir eine große Rolle. Ein Mann sagte mir man: „Meine Seele ist in meinem Rücken“, das kann ich nun nachvollziehen, früher als junges Mädchen noch nicht so gut. Aber jetzt ist es bei mir, dass meine Seele fast in meinem ganzen Körper sich bemerkbar macht, jede Zelle reagiert z.B. auf Stress, da verkrampft der Rücken, der Orthopäde sagt dann, es käme nur von der Spondylarthrose, der Kardiologe sagt , es sei der hohe Blutdruck und vom Herzen strahlen Schmerzen aus, ein Neurologe würde vielleicht sagen, es sei eine Depression und die krampfartigen Schmerzen seien Ausdruck dafür, das Neurotransmitter fehlen und der Endokrinologe sagt, irgendwelche Hormone spielen verrückt. Das mag alles auch vielleicht so sein, aber die Ärzte lassen die Seele einfach weg, als gäbe es sie gar nicht, sprechen zwar von seelischen Erkrankungen oder der Psyche, aber, ich glaube, es hat sich kaum einer damit auseinandergesetzt, was die Seele überhaupt ist und dass es Menschen gibt, deren Seele so viel mehr spürt als Otto Normalverbraucher, das wollen viele gar nicht wissen, eben, weil sie nicht so feinfühlig sind und HS mit Schwäche oder Fehler gleichsetzen. Jetzt hab ich aber viel geschrieben. Vielleicht kann jemand was dazu sagen, Bauch und Herz oder auch Rücken. Kennt das jemand von euch, dass sich in unangenehmen Sit. oder auch bei Kälte oder bei Wetterwechsel, bei Stress oder wenn neg. Menschen in der Nähe sind, der Rücken verkrampft oder schmerzt und sogar der Blutdruck hochgeht? Oder kennt ihr es , dass dann das Herz reagiert oder der Kreislauf, der Nacken, der Magen, der Darm oder andere Organe? Die Wirbelsäule ist ja auch ein Organ für sich. Und auch die Faszien reagieren ja. Ich finde, alles hängt zusammen, der Körper von HS ist dadurch natürlich viel anfälliger, aber man bekommt dann ja häufig gesagt, dass man sich Symptome nur einbildet. In Wirklichkeit haben wir aber so feine Antennen, dass wir viel früher auf Leid in unserer Umgebung reagieren als andere , bzw. andere reagieren gar nicht, sie merken einfach nichts von all dem, da ihre Antennen verkümmert sind. Was mich noch interessieren würde, kann jemand etwas über HS, die ihre Fähigkeiten , ihre Empathie nicht zum Guten einsetzen, die solche Fähigkeiten gezielt zu manipulativen Zwecken einsetzen, sagen. Ich meine Menschen, die HS sind, die ein feinfühliges Herz haben, aber aus irgendwelchen Gründen oder Traumata verhärtet sind und eine Mauer um sich herum aufbauen und nach außen hin dann kalt wirken und gleichgültig und auch keine guten Dinge tun, sondern Menschen, Tiere, die Natur verletzen. Ich kenne da schon einige Menschen, die so sind, die aber in Wirklichkeit ganz weich sind und sensibel und auch nicht mit Absicht Böses tun wollen, die aber nicht anders können. Meist sind es Männer, die ich kenne, die so sind. Schon in meiner Kindheit und Jugend konnte ich fühlen, dass diese Menschen tief im Inneren nicht so waren, sondern komplett anders und dass sie selbst litten, weil sie aus der Tretmühle nicht herauskamen. Ich kenne sogar einige, die es mit sich selbst nicht mehr aushielten und von dieser Welt gingen und noch einen Abschiedsbrief hinterließen, in dem dann fast genau das stand, was ich die ganze Zeit bereits fühlte. Wie geht ihr als HS damit um, wenn ihr solche Menschen kennt. Schützt ihr euch davor, dass diese Menschen euch nicht die Energie rauben oder gar euch verletzen?

      1. Liebe Anne, herzlichen Dank für Deinen Kommentar!
        Auf welche Weise Herzdenken und Bauch in Zusammenhang stehen, habe ich mich auch gefragt. Leider habe ich da bisher nichts drüber gefunden. Der Zusammenhang zwischen Bauch und Gehirn ist ja schon dadurch gegeben, dass beides sich in der Embryonalentwicklung aus demselben Gewebe entwickelt. Andererseits ist die deutsche Sprache sehr korrekt; wo spüren wir unser Herz? Eigentlich doch nicht da, wo es exakt anatomisch liegt, sondern mehr im Solarplexus-Bereich. Der gehört aber in anderen Sprachen zum Bauch. So dass ich es durchaus für möglich halte, dass das intuitive DENKEN eher dem Herzen zuzuordnen ist als dem Bauch. Die Intuition als SINNESERLEBNIS ist wohl etwas anderes. – Du beschreibst, dass Du teilweise mit dem Rücken oder im Rücken spürst.Das ist nicht verwunderlich, da es von den Wirbeln Nervenverbindungen gibt zu den Organen; z.B. in der Kranio-Sakral-Therapie werden funktionelle Organstörungen über die Wirbelsäule behandelt bzw. über die diese umschliessenden Häute, welche die Befindlichkeit des Organismus „schmecken“. -Du sprichst auch die Faszien an. Kranio-Sakral-Therapeuten, Osteopathen u.a. Therapeuten wissen, dass in den Faszien die Erinnerungen gespeichert werden, sie sind unser Körpergedächtnis.
        Ich selber glaube nicht daran, dass HSM anfälliger sind für Störungen im vegetativen Bereich; nur wir bemerken diese Störungen viel eher, im Gegensatz zu Nicht-HSM. (Ich habe schon angefangen, an einem Beitrag über diese Art von sinnlicher Sensibilität bei HSM zu schreiben.)
        Dann sprichst Du „verhärtete HSM mit (eigentlich) feinfühligem Herz“ an. Das ist ein so weites Thema, dass man das hier nicht in wenigen Sätzen bearbeiten kann. (Auch darüber gibt es bald einen Beitrag) – Aber soviel schon mal: Ich glaube nicht daran, dass diese Menschen HS sind; in dem Sinne, dass HSM von Grund auf anders strukturiert sind. Ich kenne einige HSM, die aufgrund von Traumata ihre Empathie weitgehend eingemauert haben; aber sie bleiben in ihrem Verhalten trotzdem HS, würden niemals manipulieren und anderen weh tun. Empathie ist ein sehr missbrauchter und inflationärer Begriff. Und es gibt verschiedene Arten. Was die von Dir beschriebenen Menschen haben, ist kognitive Empathie: Sie können gedanklich die Gefühle des anderen nachvollziehen, aber sie können nicht mitempfinden – sonst könnten sie gar nicht andere so manipulieren! Das ist genau der Unterschied zu traumatisierten HSM. Du schreibst, sie sind in Wirklichkeit weich und sensibel: Allerdings sind sie das sich selbst gegenüber, aber nicht anderen, nie. Durch ihre sehr spezifische Sensibilität spiegeln sie die Gefühle des Gegenüber, wodurch unsereiner leicht glauben kann, sie sein so wie wir und leiden unter sich; das gehört zu den Manipulationen. Es gibt wohl sehr wenige Ausnahmen: Wenn HS-Kinder schicksalsbedingt im Heim oder bei Pflegeeltern bei schwerst narzisstisch gestörten Bezugspersonen aufwachsen und dieses Verhalten quasi lernen. Der Unterschied zu echten NPslern ist, dass sie in einer Therapie dieses Verhalten in sehr kurzer Zeit ablegen. Meiner Erfahrung nach kann man sich bei engem Kontakt nicht wirklich schützen vor Verletzungen, das ist wie bei dem Fuchs und dem Skorpion. (https://wachtenblog.wordpress.com/2010/11/18/die-fabel-vom-fuchs-und-dem-skorpion/)
        So weit erst mal,
        Herzliche gRüsse, Jutta

  2. Liebe Jutta fühl dich ganz lieb und herzlich von mir gedrückt !!! Als ich deinen wunderschönen Text las ,saugte ich ihn so intensiv auf ,das es mir so vorkam ,als hätte ich es gerade selbst erlebt . Ein wahnsinns-wohliges-wärme-Gefühl. zu wissen ,das jemand sehr ähnliche Gedanken und Empfindungen hat wie man selbst. Danke

  3.  Es ist eine Schande, dass es solche Respektlosigkeit und Grausamkeit gegenüber unschuldigen und wehrlosen Tiere in der heutigen Zeit noch gibt. Hier wären unsere Politiker und Behörden gefordert, für die aber Tiere nur Sachen“ sind. Die Grausamkeit an fühlenden Lebewesen, in denen genauso ein Herz schlägt, wie in uns, interessiert seit Jahrzehnten unsere Politik nicht. Umso größer der Widerspruch,  bei dem Wort christlich“ oder sozial“ in so manchem Parteinamen Wir Deutsche geben uns immer so intelligent und gebildet. Dies ist wieder einmal ein Beispiel wie weit unsere Fähigkeit oder Bereitschaft reicht, verantwortungsvoll zu denken und zu handeln. generic cialis online

    1. Ja, das stimmt! Und das ist mit ein Grund für meinen Blog. Aber ich habe auch den Einduck, dass bei immer mehr Menschen das echte mit-fühlen erwacht. Lieben Gruss, Jutta

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