Hochsensibilität und Beziehungen

Nähe und Distanz in der Beziehung

 

Wieviel Nähe brauchst du in einer Beziehung? Und wieviel Distanz gehört zu einer guten Beziehung?

Vor allem: Welche Art von Nähe?

Unterschiedliche Nähe- und Distanzbedürfnisse bergen jede Menge Konfliktpotential, das gilt für alle Paarbeziehungen.  Für Beziehungen zwischen Hochsensiblen und Normalsensiblen, in der Fachsprache als Neurotypen bezeichnet, kommt erschwerend hinzu, dass die Definiton von Nähe meist völlig verschieden ist.

Fast alle Menschen sehnen sich nach Nähe in der Beziehung. Klar, warum sonst sollte man eine Beziehung führen?

So dass die erste Frage lautet:

Was ist Nähe?

Physische Nähe

entsteht  durch die physische Anwesenheit eines oder mehrerer anderer Menschen im selben Raum. Diese Form von Nähe erlebt jeder, ob er will oder nicht, tagtäglich zu Fremden: In öffentlichen Verkehrsmitteln. An der Kasse im Supermarkt. An Sommertagen im Eiscafe.

Physische Nähe zu Fremden ist unvermeidlich, fast immer unerwünscht, für Hochsensible schwer zu ertragen.

Denn längere oder wiederholte körperliche Nähe, der Aufenthalt im selben Raum, bewirkt auf Dauer Vertrautheit.  Das kann jeder bestätigen, der in einer WG gelebt hat: Die Tatsache, andere Menschen in jeder möglichen Lebenssituation anzutreffen, schafft unweigerlich eine gewisse Form von Intimität – und ist für die meisten Hochsensiblen oft nur schwer zu ertragen.

In einer Paarbeziehung benötigen die meisten Hochsensiblen deutlich mehr räumlichen Abstand als Normalsensible. Sie ziehen sich gerne mal zurück, die meisten können es nicht oder nur sehr schwer ertragen, in jeder freien Minute auf engstem Raum zusammen zu hocken: Arm in Arm auf dem Sofa Filme schauen oder spazieren gehen.

Interessant ist hier, wie Nähe von Partnervermittlungen; sogar von Partnervermittlungen für Hochsensible definiert wird:

Hochsensible, die im Fragebogen auf entsprechende Fragen antworten, dass sie  gern auch mal was allein / ohne Partner unternehmen; nicht jede einzelne freie Minute miteinander verbringen (z.B. beim vom Partner heissgeliebten Hobby Fussball, obwohl man Fussball eher weniger Begeisterung entgegenbringen kann). Dass man nicht jeden einzelnen unbedeutenden Gedanken mitteilen muss (- ob ich heute mal Orangenmarmelade statt Kirschkonfitüre probiere?).  – Diesen Menschen wird in der Auswertung bescheinigt, dass sie:

Keine Nähe wollen in der Partnerschaft.  Und: Dass sie eher rational sind, weniger emotional!  Eine fatale Fehleinschätzung!

Da die Erfahrung zeigt, dass Beziehungen am stabilsten sind, in denen die Partner ähnlich gestrickt sind – Gleich und Gleich gesellt sich gern, gut und dauerhaft – werden dem erstaunten Hochsensiblen Partnervorschläge unterbreitet von Kandidaten, welche eher weniger an emotionaler Nähe, dauerhafter Bindung, gemeinsamer Lebensplanung interessiert sind.

Was bedeutet das?

Nähe

Vor allem, dass offensichtlich für Normalsensible  Nähe = räumliche Nähe, Beisammensein heisst.

Dass für Neurotypen das Bedürfnis nach eigener Zeit gleichbedeutend ist mit wenig Emotionalität.

Nähe bedeutet ist also offensichtlich für Hochsensible etwas anderes als für Normalsensible. (Zumindest in der Partnerschaft)

 

Nähe und Intimität

Laut Wikipedia ist Intimität ein Zustand tiefster Vertrautheit.

Nähe bedeutet -zwangsläufig!- Vertrautheit.

Wer Beziehung will, sucht Vertrautheit.  Offensichtlich ist hier ein eminent wichtiger Unterschied in der Wahrnehmung von Hochsensiblen und Normalsensiblen.

 

Wenn ich jeden Morgen mit dem Partner aufstehe und mit ihm frühstücke, sieht er oder sie Seiten von mir, die meine Kollegen, mit denen ich jeden Tag gemeinsam das Mittagessen in der Kantine einnehme, niemals zu sehen bekommen: Verpennt und verschwitzt, mit ungeputzten Zähnen, ungekämmt, irgendwas schnell übergeworfen – nicht im Tagesoutfit, was die Figur betont oder den Bauch versteckt… Dazu gehört Vertrauen. Das mit der Zeit erst wächst; denn typischerweise präsentieren die meisten sich einem/einer neuen Partner7in so nicht sofort.  Typisch auch, dass diese Form von Intimität im Laufe des Zusammenlebens zunimmt. Wer kennt nicht Paare, bei denen völlig ungeniert gepupst wird, der andere rülpst und in den Zähnen puhlt. Meist wird die Akzeptanz stillschweigend vorausgesetzt.

Aber nicht jede/r kann so viel Intimität ertragen!  Es gibt Menschen, für die es zu viel Nähe bedeutet, sich einem anderen Menschen nach dem Aufstehen zu präsentieren. Sie brauchen auch in einer Paarbeziehung soviel Distanz, dass sie eine Beziehung nur mit getrennten Wohnungen führen wollen.

 

Körperliche Nähe auch bei der Essenszubereitung?
Gemeinsam kochen – gut oder zuviel des Guten?

 

Vertrautheit und Nähe entsteht also ganz unwillkürlich dadurch, dass man einen bestimmten Raum miteinander teilt. Nur: Wie oft und wie lange?  Anders gefragt: Wieviel Zeit verbringe ich mit meinem/meiner Partner/in?

Der eine möchte am liebsten seine gesamte Freizeit mit dem/der Geliebten verbringen, jede freie Minute. Alle Hobbies werden geteilt. Bei bestimmten Sportarten ist das schwierig für Hetero-Paare? Na, da kann und soll  er/sie auf der Zuschauerbank sitzen, wenn man Fussball oder Tennis spielt. Kochen, Tanzen, und Wandern kann man zusammen, und gemeinsam auf dem Sofa nebeneinander sitzend Fernsehen schauen. Dann macht man auch Kompromisse bei der Wahl der Sendung.

Dem Nächsten reicht ein gemeinsamer Abend in der Woche oder weniger mit dem/der Partner/in; eigene Hobbies, Treffen nur mit den Mädels oder den Kumpels, überhaupt eigene Zeit werden benötigt wie die Luft zum Atmen.

Wenn das Bedürfnis nach der Häufigkeit von physischer Nähe nicht extrem unterschiedlich ist, kann die Beziehung zwischen zwei Partnern mit verschiedenem Nähe-Distanzbedürfnis durchaus gut sein! Vorausgesetzt, beide sind sich im Klaren über ihre Wünsche, kommunizieren das auch so und stellen Spielregeln auf.

siehe auch: Kommunikation und Macht

 

Diese Form von physischer Nähe und Vertrautheit entsteht in jeder Familie und  Wohngemeinschaft – überall da, wo Menschen zusammenleben.

Zu einer Beziehung gehört normalerweise Zärtlichkeit und Sexualität; ein Bereich von körperlicher Nähe, der in aller Regel nur mit dem/der Partner/in geteilt wird. Erfahrungsgemäss gibt es kaum Paare, die in dem Bereich genau gleiche Bedürfnisse haben. das ist normal! Paare, bei denen der Bedarf nach Sex und Zärtlichkeit auch über Jahre gleich ist, sind die Ausnahme, nicht die Regel!

Wenn eine gewisse körperliche Vertrautheit mit dem/der anderen da ist, entsteht seelische Nähe.

 

Seelische Nähe

Der Mensch ist ein körperlich und ein geistiges Wesen. So bleibt es gar nicht aus, dass man die Vorlieben, die Stimmungen, das Temperament, die Interessen vom anderen mitbekommt, sehr vertraut wird damit.  Und den/die andere/n genau so vertraut macht mit seinen eigenen Seiten, die bei weniger Nähe sonst eher im Verborgenen bleiben!  Deshalb gilt sowohl für Wohngemeinschaften als auch erst recht für Paare:

Hältst du es aus, auch die Schattenseiten, den Doppelgänger des anderen anzuschauen; die Gespenster, die er mitbringt auch aus vergangenen Leben?

Und für Hochsensible noch wichtiger:

Erträgst du es, dich deinem/deiner Partnerin mit all deinen Schatten, Doppelgängergesichtern, Gespenstern der Vergangenheit zu präsentieren? Ihm oder deine verborgenen Seiten zu zeigen, die niemand sonst je sieht, die du kaum selbst kennst?

Das zu können, erfordert nicht nur Vertrautheit, sondern vor allem: Selbstvertrauen und Vertrauen.  Vertrauen zum anderen, zur Beziehung: Dass ich so geliebt und angenommen werde, wie ich wirklich bin. – Selbstvertrauen ist die Voraussetzung dafür, Vertrauen zu anderen entwickeln zu können. So dass die logische Frage daraus folgt: Kann man wirkliche Nähe zu einem Menschen haben, wenn man selbst oder der/die andere nur sehr wenig Selbstvertrauen hat?

 


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Ich halte diese Form von seelischer Nähe für ein viel wichtigeres Kriterium als die mehr oberflächliche Sichtweise: Harmonie im Alltag, weil Temperament und Gefühlslage, Interessen und Hobbies gleich oder ähnlich sind.

Und da es hier um Hochsensible und Partner von Hochsensiblen geht: Unabdingbar ist der Austausch und das Verständnis dafür, dass der /die andere tatsächlich vollkommen anders wahrnimmt, denkt und kommuniziert; sofern einer von beiden HS und der/die andere neurotypisch ist. Und auch, vielleicht sogar gerade! – wenn beide HS sind: Hochsensibilität ist ein riesiges Spektrum, die Unterschiede zwischen zwei Hochsensiblen sind so manches Mal grösser als die zwischen einem Neurotypen und einem HSM.

Zu seelischer Vertrautheit trägt auch bei, dass Erlebnisse auf die gleiche Art empfunden werden. Eine zumindest ähnliche Weltanschauung, ähnliche Glaubenssätze, möglichst gleiche Ideale. Nach genau dieser Form von Nähe sehnen sich wohl alle Hochsensiblen an erster Stelle. Diese kann durchaus auch erlebt werden ohne enge körperliche Vertrautheit.

Bei vielen Normalsensiblen steht der Wunsch nach körperlicher Nähe in einer Paarbeziehung an erster Stelle. Hochsensiblen ist oft die seelisch-geistige Nähe genau so wichtig oder sogar wichtiger.

Wieviel physische Nähe ist denn überhaupt notwendig für den Erhalt der seelisch-geistigen Nähe?

 

Zärtlichkeit und Berührung

Jeder Mensch sehnt sich nach Zärtlichkeit, nach liebevollem Körperkontakt.  Das Bedürfnis nach Berührung gehört zu den grundlegendsten menschlichen Bedürfnissen überhaupt.  Liebevolle Berührungen sind für die menschliche Entwicklung absolut lebensnotwendig.  Aber wieviel, und in welchem Mass?

Eine Umarmung kann Geborgenheit vermitteln. Einen liebevoll einhüllen, stützen. Es werden jede Menge Hormone freigesetzt, die die Bindung vertiefen.

Aber eine Umarmung kann auch Beklemmung auslösen. Sie kann wie eine Fessel wirken.

Der Unterschied zwischen einer guten, Geborgenheit und Liebe schenkenden und einer zwingenden, fesselnden Umarmung liegt fast ausschliesslich in der Intention des Umarmenden. Ausnahme: Der Umarmte hat diese Erfahrung früher einmal gemacht und hat gelernt, dass Umarmungen fesseln.

Es gibt Menschen, die Berührungen gezielt einsetzen als Mittel zur Manipulation: Manche Verkäufer berühren ihre Kunden ganz bewusst, um Nähe herzustellen. Auch viele Menschen mit narzisstischer und auch dependenter Persönlichkeitsstörung setzen Berührungen sehr gezielt – bewusst und auch unbewusst – ein, um Nähe herzustellen und zu erhalten und die Bindung zu vertiefen.

Obwohl viele Menschen sich dadurch im wahrsten Wortsinn unangenehm berührt fühlen, ist die Wirkung, nämlich das Entstehen einer gewissen Vertrautheit, unbestreitbar. Warum ist das so? Warum macht die Intention einen Unterschied in der Wirkung?  Denn, ob der oder die Geliebte zärtlich nach dem Arm greift, oder ob ein bis eben Fremder dasselbe tut, löst selbstverständlich völlig unterschiedliche Gefühle aus.

 

Gerade HSM haben in der Regel eine hochsensible Haut, über die sie wesentlich mehr Informationen aufnehmen als Normalsensible. Und so schön sich Zärtlichkeit, in liebevoller Absicht ausgeführt, sich auch anfühlt, so kann es doch leicht zu viel werden – der andere kriecht einem energetisch „unter die Haut“. Viele hochsensible Menschen brauchen deshalb physisch mehr Distanz zu ihrem/ihrer Liebsten.

Denn jede Form von Nähe bedeutet immer auch

 

Energetische Nähe

Energetische Nähe
Nähe

 

Jetzt komme ich zu etwas sehr Wesentlichem.  Denn der Mensch besteht eben nicht nur aus dem sichtbaren Körper, sondern auch aus verschiedenen, für die meisten Menschen unsichtbaren energetischen Körpern.

Natürlich ist auch die Seele nicht wirklich physisch, nicht materiell erfassbar; aber da die gesamte Naturwissenschaft nur materiell nachweisbare Erscheinungen untersucht, werden seelische Regungen, Gefühle, Emotionen als chemische und elektrische Reaktionen betrachtet und so dem physischen Körper zugeordnet.

Ich dagegen sehe es genau anders herum: Nämlich dass die messbaren physikalischen und chemischen Erscheinungen  Reaktionen auf nicht messbare, nicht-materielle, energetische Geschehen sind.

Der Mensch hat mehrere Energiekörper feinstofflicher Art. Teilweise durchdringen diese den physischen Leib, teilweise umgeben sie ihn. Eine der umgebenden Hüllen, die Aura, ist zumindest als Begriff den meisten sicher bekannt. Einer der eher gröberen, dennoch feinstofflichen Energiekörper, der unseren physischen Leib durchdringt, aber über diesen hinausreicht, ist der ätherische Körper,  auch Lebenskräfteleib oder Lebensleib genannt. Dieser Ätherleib verbindet den physischen Leib mit dem sogenannten Astralleib. Der Astralleib ist feinstofflicher als der Ätherleib und Sitz aller Gefühle und Empfindungen.

Dieses Modell verschiedener feinstofflicher Leiber ist sehr hilfreich, um zu verstehen, was Nähe zu anderen Wesen wirklich bedeutet; warum die Gefühle uns Nahestehender solchen Einfluss auf uns haben!

Den meisten ist das Modell der Chakren als Energiezentren geläufig. Die Chakren sind, ebenso wie die Meridiane in der chinesischen und ayurvedischen Medizin, im  Ätherleib angesiedelt.

Es gibt 7 Hauptchakren  (wer sich näher informieren will, hier ist eine recht gute Seite)           http://www.chakren.net/chakrenlehre/7-chakren/

Oft werden die Chakren als sich drehende „Räder“ vorgestellt. Aber da es sich um energetische, nicht materielle „Räder“ handelt,  haben sie weder eine feste Form, noch eine bestimmte Ausdehnung und Dimension. Sie sind fortwährend in Bewegung, verändern sich ständig.

Von allen unseren Chakren gehen ständig „Fühler“ aus, die die Umwelt abtasten, in andere Wesen – Menschen, Tiere – eindringen, um sie zu erspüren, ihre Energien aufzunehmen. Diese Tentakeln können sehr lang sein und unterschiedlich geformt sein. Sie können nicht nur abtasten und wahrnehmen, sondern auch mitteilen.

siehe auch:Die energetische Beschaffenheit einer Beziehung

 

Wären diese Fühler für unsere Augen sichtbar, sähen wir unsere gesamte Umgebung vernetzt – mit zigtausenden von sich hin und her bewegenden feinen Lichtfäden, die alles und alle miteinander verbinden und Informationen austauschen. Jedes Chakra streckt diese Fühler aus, aber die Aufgaben sind jeweils unterschiedlich: Das Wurzelchakra tauscht hauptsächlich Informationen aus mit dem Untergrund, dem Erdboden, auf dem wir uns bewegen. Je höher das Chakra, desto weiter reichen die Fühler in den Raum hinein. Mit dem 5. und 6., dem Hals- und Stirnchakra, können wir energetisch kommunizieren mit Menschen, die sich auf der anderen Seite des Erdballs befinden. (Die Erfahrung, plötzlich zu spüren, dass ein geliebter Mensch am anderen Ende der Welt in Gefahr ist, ist darauf zurück zu führen.)

Vor allem die Tätigkeit der Fühler des Solarplexuschakras bestimmt entscheidend, wieviel Nähe wir zum anderen empfinden und wie wir diese Nähe erleben. Denn damit werden Gedanken und Gefühle übermittelt und wahrgenommen. Was vermittelt der andere Mensch? Fühle ich mich wohl und sicher, geborgen neben ihm? ist mir seine Nähe irgendwie unangenehm? versucht er gar, mich zu etwas zu zwingen? So sind symbiotische Beziehungen und solche, in denen die Partner eher in Hass denn in Liebe anscheinend untrennbar miteinander verbunden sind, auf die Tätigkeit dieser energetischen Fühler zurück zu führen.

Vielleicht wendest du ein, dass doch das Herz zuständig ist für Liebe: Ist dann in Beziehungen nicht auch das Herzchakra entscheidend? ja und nein. Mit dem Herzchakra geben und empfangen wir Liebe. Universelle Liebe und persönliche Liebe; wobei die Liebe, die wir zu einem Menschen empfinden können, abhängig ist von der universellen Liebe, mit der wir durch unser Herzchakra verbunden sind.

Die Art der Beziehung zu einem Menschen ist jedoch unabhängig von der Liebe zu ihm.  Wie viele haben nicht schon die leidvolle Erfahrung gemacht, jemanden innig zu lieben, aber nicht mit dem Geliebten in einer Beziehung leben zu können. Oder, schlimmer noch: Jemanden so sehr zu lieben, dass man in einer furchtbaren Beziehung bleibt, die einen im Laufe der Zeit zerstört.

In diesem Zusammenhang zeigen sich auch die verhängnisvollen, leider so häufigen Beziehungen von HSM zu Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung in neuem Licht:

Der Hochsensible und der Narziss

 

Energetische Nähe wird hergestellt und erhalten durch die Tätigkeit des Solarplexumchakras.  Dieses ist das dritte Chakra; die Tätigkeit seiner Fühler sind räumlich begrenzt. Das heisst, je grösser die physische Nähe, desto grösser ist die Wirkung. Wenn man im wörtlichen und im übertragenen Sinn mehr Distanz wünscht, hilft es, einige Kilometer Abstand zu schaffen.

Wie weiter oben erwähnt, sind die Chakren energetische Zentren in unserem Äther- oder Lebensleib. Deswegen wirken Beziehungen – sprich der Austausch der eigenen Chakrenfühler mit denen der oder des Anderen sowohl auf unseren physischen Leib als auch auf den Astralleib. Was nun Nähe in der Beziehung betrifft, ist ganz entscheidend die Zeit, die wir während des Schlafes mit dem/der Partner/in verbringen. In der Regel schlafen Paare im gemeinsamen Bett. Dadurch wir, ob gewollt oder nicht gewollt, eine besonders tiefe Nähe hergestellt; bis dahin, dass man dem Partner physisch Energie geben oder auch nehmen kann. (Vermutlich ist das der Grund dafür, dass Paare, die Jahrzehnte miteinander leben, sich auch äusserlich immer ähnlicher werden.)

Was passiert im Schlaf? Wir haben kein Bewusstsein von unserer Umgebung. Die energetischen Körper, der Astralleib, ist während des Schlafens nicht mehr mit dem physischen Körper verbunden, deshalb haben wir kein Tagesbewusstsein.  Die Chakren mit ihren Fühlern sind aber immer aktiv, sie nehmen viel, viel mehr auf als im Wachzustand durch die nicht so starke Verbundenheit der energetischen Leiber. – Interessant in dem Zusammenhang: In anderen Kulturen, vielen afrikanischen, sind Familien viel enger miteinander verbunden als in unserer westlichen Kultur. Dort schlafen alle in einem Familienbett. Das Baby im eigenen Bett, noch dazu in einem andern Raum als die Eltern, wäre dort undenkbar.

Gehörst du zu denen, die den/die Partner/in liebt, aber dennoch seit langem unglücklich bist mit ihm oder ihr und nicht weisst, ob die Beziehung noch Sinn macht? Schlafe in einem anderen Raum als der Partner! Verbring auch tagsüber möglichst viel Zeit allein, schaffe räumliche Distanz. Und verhindere damit einen grossen Teil des Austauschs zwischen euren Solarplexus-Tentakeln. Damit stellst du sicher, wieder deine eigenen Gedanken zu denken, deine eigenen Gefühle zu fühlen.

Anders ausgedrückt: Schaffe energetische Distanz!

Der energetische Austausch mit anderen Menschen  geschieht völlig unwillkürlich und ständig. Und gerade weil es uns nicht bewusst ist, ist die Wirkung so stark.  Diese Tätigkeit der Chakren ist der Grund dafür, dass viele Hochsensible die Energien und Emotionen ihrer Umgebung wahrnehmen. – Meine Vermutung ist, dass ihre „Tentrakel“ aktiver sind und auch durchlässiger, vielleicht feinstofflicher als die Normalsensibler.

Dazu gibt es leider (noch?) keine untersuchungen. Aber es liegt auf der Hand, dass hochsensible Menschen nicht nur von ihrer physischen und seelischen Konstitution, sondern auch von der energetischen anders sind.

In dem energetischen Austausch liegt gleichzeitig auch der Schlüssel dazu, Distanz zu schaffen zu zu viel Nähe in der Beziehung oder ungewollter Nähe zu Fremden Menschen in der physischen Umgebung: Nämlich durch Übung zu lernen, die Fühler des Solarplexuschakras  einzurollen und bei sich zu behalten.

 


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4 Gedanken zu „Nähe und Distanz in der Beziehung

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