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Das Coronavirus und unsere Traumata

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Jutta AdministratorKeymaster
Mein Name ist Jutta Jorzik-Oels, als Berater und Coach bin ich spezialisiert auf Hochsensibilität. Ich helfe hochsensiblen Menschen in Krisensituationen.

Dieser Beitrag entstand spontan und aus aktuellem Anlass, im Anschluss an den Trauma Artikel, gewissermaßen als Fortsetzung.

Seit vielen Wochen lebt fast die ganze Welt im sogenannten Lockdown der Coronavirus-Pandemie.

Was macht diese Pandemie mit uns?

 

Die Coronavirus-Pandemie

Pandemien hat es immer gegeben; die letzte grosse Pandemie, die Hongkonggrippe, brach 1968 aus. Was bei dieser Corona Pandemie anders ist, ist vor allem, dass sich Nachrichten durch das Internet innerhalb  von Sekundenschnelle um die ganze Welt verbreiten. 

In Folge davon leben Millionen von Menschen seit dem Ausbruch von Covid19 in Norditalien und der erschreckend hohen Anzahl der Todesopfer dort in Angst und Schrecken vor dem Killervirus.

Gab es 1969/1970, als die Hongkong Grippe in der damaligen BRD zigtausende an Todesopfern forderte, vergleichbare Ängste? Wohl nicht. Ich war damals als Jugendliche sehr interessiert am Weltgeschehen und habe nichts davon mitbekommen! Weder von Massenangst, noch von einer Epidemie oder Pandemie.

Es gab auch weder bei der Hongkong Grippe- Pandemie noch bei der 10 Jahre vorher wütenden Asiatischen Grippe – Pandemie, bei der weltweit bis zu 2 Millionen Menschen starben, irgendwelche politischen Massnahmen wie Ausgangssperren oder dergleichen.

Aus dieser Angst, absichtlich oder unabsichtlich geschürt durch die Medien, ist der grösste Teil der europäischen Bevölkerung mit den Massnahmen, die bei der jetzigen Corona-Pandemie angeordnet wurden, einverstanden und befolgt sie willig.

Immer aufs Neue wird die Angst genährt, u.a. durch Artikel, in denen die Spanische Grippe-Pandemie mit der Covid19- Pandemie verglichen wird. Der Vergleich ist ziemlich absurd, denn 1918 waren völlig andere Lebensbedingungen und die Medizin hatte keine Ahnung, wodurch diese Krankheit ausgelöst wurde. Sicher; es heisst dann: „so schlimm wird es nicht werden“; trotzdem oder gerade deshalb ist der Vergleich unredlich.

Die Massnahmen zur Eindämmung von Covid19 wie Quarantäne, Ausgangssperren, Kontaktverbot zu bestimmten Personengruppen, Schliessen der Grenzen sind in unserer Zeit beispiellos.

Ganz ähnliche Massnahmen mit sehr ähnlichen Folgen für das soziale Leben und die Infrastruktur gab es im Mittelalter.

Damals wütete der schwarze Tod, die Pest, in Europa. Zwischen 1347 und 1353 starb schätzungsweise ein Drittel der europäischen Bevölkerung an der Pest; die Schätzungen schwanken zwischen 20 und 50 Millionen Toten.

 

Bild von Christian LeBlanc auf Pixabay – Coronavirus Pandemie

 

Kollektivtraumata

Wie auch immer man zu den heutigen Massnahmen steht: Ob man sie für gerechtfertigt und angemessen, für übertrieben oder für nicht ausreichend hält, hängt vermutlich mit unseren jeweiligen, von unseren Vorfahren geerbten transgenerationalen Traumata zusammen.

Diese Traumata werden durch die Geschehnisse um die Coronavirus Pandemie aktiviert.

Viele haben Angst, an Covid19 zu erkranken bzw. zu sterben.

Andere haben wesentlich mehr Angst vor der Beschneidung der bürgerlichen Grundrechte als vor dem Virus.

Wieder Andere haben Angst davor, sich den Anordnungen der Behörden zu widersetzen.

Sobald ein Trauma aktiviert wird, übernimmt das sog. Reptiliengehirn die Herrschaft. Das Denken und auch das Fühlen sowie die Intuition sind ausgeschaltet. Der Mensch reagiert mit dem autonomen Nervensystem.  Sichere Kennzeichen sind irrationale Ängste und körperliche Reaktionen, wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Schweissausbrüche u.a.

Genau solche irrationalen Ängste erlebe ich seit vielen Wochen bei geschätzt 98% aller meiner Mitmenschen, mich selbst eingeschlossen.

„Wieso irrationale Ängste?“ mag nun Mancher einwenden, „die Fakten sind doch….“. Ja, sicher – wir sind ja keine Neandertaler, sondern intelligente, denkende Menschen. Dass man für jede Angst rationale Erklärungen sucht und findet, – und seien diese noch so dürftig -, ist ebenfalls typisch für Traumata.

Lies dazu auch HIER die Abschnitte „Immer im Fluchtmodus“ und „Nur zur Sicherheit“.

In uns allen, die wir heute leben, wirken Kollektivtraumata vergangener Generationen.

 

Kriegsenkel und -urenkel

Man weiss, dass transgenerationale Traumata wenigstens bis in die 4. Generation wirken. Damit sind wir alle Kriegskinder, -enkel oder -urenkel: Mit diesem Begriff wird das verebte Kollektivtrauma des 2. Weltkriegs bezeichnet. Aber in vielen von uns wirkt auch noch das Kollektivtrauma des 1. Weltkriegs. Die Wechselwirkung verschiedener transgenerationaler Traumata ist bisher m.E. nicht erforscht. Ich vermute, dass bei gleichartigen Traumata mit sich wiederholenden Erfahrungen, wie Kriegsgeschehen, sich die Wirkung verstärkt.

Und jetzt, in Zeiten der Coronavirus Pandemie,

erleben wir die Bildung eines neuen Kollektivtraumas!

Obwohl hier keine Kriegshandlungen zwischen weltlichen Mächten stattfinden, bewirken die Folgen der ergriffenen Sicherheitsmassnahmen traumatische Erfahrungen, die mit Kriegserlebnissen vergleichbar sind.  Viele alte Menschen, die den 2. Weltkrieg erlebt haben, bestätigen das.

Auf geradezu unheimliche Weise wiederholen sich Erfahrungen, die unsere Vorfahren im Krieg gemacht haben; aktivieren diese tief in uns verborgenen Traumata und bilden gleichzeitig durch die über viele Wochen anhaltende Situation ein neues kollektives Trauma.

Krankheit

Da ist zunächst die Angst vor Erkrankung an Covid19; die Angst, daran zu sterben, bzw. Angehörige dadurch zu verlieren. Die spanische Grippe brach gegen Ende des 1. Weltkrieges aus;  während des 2. Weltkrieges gab es örtliche Epidemien mit Typhus und Fleckfieber mit sehr hoher Mortalität.

Mangel

Sehr weit verbreitet ist die Angst vor Mangel und Hunger: Es werden Lebensmittel gehamstert für Monate; viele Menschen bereiten sich darauf vor, selbst Brot zu backen. Das Hamstern von Klopapier lässt an Typhus denken; anders als bei Covid19 ist Durchfall ein Typhussymptom.  Das Makabre am Hamstern von Lebensmittel ist, dass genau dadurch ein Mangel verursacht wird: Viele gehen leer aus, bekommen nicht die notwendigen Waren, was ganz sicher traumatisiert! – Andere hamstern Medikamente; wieder andere heben ihr gesamtes Guthaben in bar ab und horten es zu Hause. – Verbunden damit ist die Angst vor starken Preisanstiegen, gleichzeitig Arbeitslosigkeit und Rezession.

Fast alle leiden unter der allgemeinen Unsicherheit – nichts hat Bestand; am Abend kann die Lage schon wieder völlig anders sein als am Morgen. Auch die Sorge, was die Zukunft bringt, wie sich diese Krise insgesamt auf die Gesellschaft und global auswirkt, ist wohl allen gemeinsam.

Ausgangsbeschränkung

Bei anderen löst die Einschränkung der Bewegungsfreiheit grosse Beklemmung aus. Selbst wenn das Gebiet, in dem man lebt, nicht unter Ausgangssperre steht, schränkt die Schliessung der Landesgrenzen die Mobilität erheblich ein. Ausserdem funktioniert der öffentliche Nah- und Fernverkehr meist nur in begrenztem Umfang.

Flucht – einfach woanders hingehen, bis die Krise vorbei ist – ist ausgeschlossen! 

Vor allem den letztgenannten Punkt empfinden vor allem diejenigen, die nicht von der Angst vor Erkrankung betroffen sind, als massiven Einschnitt in die bürgerlichen Grundrechte, was starke Ängste vor einem Wandel des politischen Systems und die Aufhebung der Demokratie auslöst. Hiermit verbunden ist meist die Angst vor der „Obrigkeit“ bzw. Behörden.

 

Corona und Traumata
Trauma durch Isolation und deren Folgen

Kontaktsperre

Diese hier beschriebenen Ängste treten in individuellem Mass auf und betreffen manche mehr, manche weniger bis gar nicht. Fast alle Menschen aber sind stark betroffen von dem Leid durch die Kontaktsperren – auch dann, wenn sie diese befürworten. Denn mit den Kontaktsperren werden nicht nur verschiedene Kriegstraumata getriggert, sondern das durch die Kontaktsperren verursachte Leid vereinigt alle obigen Sorgen in sich. Dadurch werden diese mehrfach aktiviert und so weiter verstärkt.

Am stärksten betroffen sind hiervon natürlich die ü70-Jährigen und diejenigen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung in einer Einrichtung für betreutes Wohnen leben; sowie deren nächste Angehörige. Vor allem sehr alte Menschen leiden stark unter der totalen Isolation und Einsamkeit. Dazu kommt die Furcht, die Kinder, Enkel bzw. Eltern oder Grosseltern nie wieder zu sehen. Die Angst, zu erkranken, bekommt hier ganz andere Dimensionen als bei jüngeren und gesunden Menschen. Denn kaum eine Vorstellung ist so entsetzlich wie die, sehr krank zu sein, sterbend im Krankenhaus zu liegen ohne die Gelegenheit zu haben, sich von seinen Nächsten verabschieden zu können.

Allein sterben. Ohne noch einmal das Wort an die Tochter, den Sohn richten zu können, dessen Hand noch einmal zu halten. Den Schmerz darüber mit in den Tod nehmen – wie wirkt sich das auf später geborene Generationen aus?

Und wie viele senile Menschen sterben in dieser Zeit so: Einsam, isoliert, ohne etwas von der Pandemie verstanden zu haben, ohne zu begreifen, warum sie so von den Liebsten verlassen wurden, warum niemand kommt und ihnen in den letzten Tagen beisteht?

Bei den Hinterbliebenen dagegen wird das Trauma der Abschiedsangst manifestiert.

Alle diese Ängste und Sorgen waren im 2. Weltkrieg berechtigt und sind es jetzt wieder.

 

Alte Traumata neu gebildet

Vor allem bei den Folgen durch die Kontaktsperren müsste sich eigentlich jeder fragen, ob nicht die Kollateralschäden inkl. der Todesfälle viel höher sind, als sie ohne diese Massnahmen nur durch das Virus wären.

Um nur einige zu nennen: Todesfälle, auch langfristig, durch die während der Pandemie eingeschränkten medizinischen Versorgung aller anderen Krankheiten ausser Covid19. Alkoholismus, Opfer häuslicher Gewalt, psychische Erkrankungen, Suizide.

Auch diese Folgen werden etliche neue Traumata verursachen.

Entscheidend für die Bildung neuer Traumata und Kollektivtraumata ist die Dauer es Zustandes.

 

Kann die Entstehung neuer Traumata verhindert werden?

Es gibt einige Dinge, die jeder tun kann und, damit die traumatischen Ereignisse sich nicht manifestieren und als Trauma in uns und unseren Nachfahren weiter wirken:

Zunächst sollte man sich bei den auftretenden Ängsten und/oder Sorgen und Reaktionen auf Nachrichten klarmachen, ob diese Angst/Sorge/Reaktion wirklich eine Folge der gegenwärtigen Situation ist; oder ob ein von den Vorfahren übernommenes Trauma getriggert wird. Nachrichten, die Panik bzw. unmittelbare physische Symptome hervorrufen, weisen auf die Aktivierung verborgener Traumata. Ebenso automatische Reaktionen und impulsive Handlungen, die sich nicht selbst erklären.

(Beispiel: Wenn der Supermarkt ab morgen nur noch an 2 Tagen die Woche geöffnet ist, ist eine angemessene Reaktion: Speiseplan entwerfen und Einkaufsliste schreiben. Nicht angemessen ist, sofort loszustürzen und Vorräte für viele Monate zu kaufen.)

Dadurch, dass man sich klar darüber wird, dass ein grosser Teil der eigenen Reaktionen und Ängste gar nichts mit der Corona-Pandemie zu tun hat, werden die neuen traumatischen Erfahrungen ganz erheblich abgeschwächt.

Dann ist es wichtig, alle traumatisierenden Erfahrungen ganz bewusst sofort zu verarbeiten, bevor sie sich manifestieren. Das erfordert viel Selbstreflexion, jeden Tag aufs Neue – was Hochsensiblen wesentlich leichter fallen dürfte als neurotypischen Menschen. 

Mindestens genau so wichtig ist, sich nicht als Opfer, das hilflos den Umständen ausgeliefert ist, zu fühlen! Bei der Entstehung eines Traumas ist das Erleben der eigenen Hilflosigkeit und das Ausgeliefertsein und Fremdbestimmtsein eines der wichtigsten Kriterien.

Auch wenn uns Einschränkungen auferlegt werden; auch wenn wir oder ein Angehöriger erkranken: In jeder Situation gibt es etwas, wo ich aktiv gestalten kann. Jeder kann sich einen Bereich suchen, in welchem man selbst bewusst aktiv wird, Herr der Lage ist und selbst über sein Leben bestimmt; trotz aller Auflagen.

So können wir auf jeden Fall vermeiden, dass wir unsere Sorgen und Ängste an nachfolgende Generationen weiterreichen.

 

Hinterlassen wir schöne Erinnerungen oder Traumata?

 

 Was ist ein kollektives Trauma?

Interessanterweise scheint es keine wissenschaftliche Definition zu geben. Wikipedia sagt Folgendes: „Ein kollektives Trauma ist ein solches Trauma, das alle, die meisten oder zumindest viele Personen innerhalb einer Gesellschaft betrifft. Beispiele sind etwa die mittelalterliche Pest…..“

Das bedeutet, dass die Menschen, deren Vorfahren eine solche traumatische Erfahrung geteilt haben, unter diesen Folgen leiden. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass ein kollektives Trauma viel mehr ist: Ich glaube, dass, wenn die meisten Menschen dieselben traumatischen Erfahrungen machen wie in Zeiten von Krieg oder Pandemien, „vererben“ sich diese Traumata an ALLE Nachgeborenen; auch an diejenigen, deren Vorfahren überhaupt nicht persönlich betroffen waren. Vermutlich ist die Wirkung nicht so intensiv wie persönliche Betroffenheit eines Vorfahren. Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass es diese Wirkung gibt und dass sie spürbar ist.

Trotzdem kann jeder von uns dazu beitragen, ein kollektives Trauma vermeiden zu helfen!

Was man jetzt, während der Krise tun kann:

Sich klarmachen, dass jede Krise auch etwas Gutes mit sich bringt; bewusst nach den positiven Seiten dieser Pandemie suchen.

Hilfreich ist auch geistige Arbeit und Meditation. Nichts geschieht ohne Sinn – auch wenn wir viel später erst verstehen werden, wo dieser sind liegt! 

Dankbar sein – sehr hilfreich ist ein Dankbarkeitstagebuch. Man kann jeden Tag etwas finden, für dass man dankbar sein kann – seien es die Vögel draussen im Baum, die Blumen, oder nur für unser Leben. Dankbarkeit und Glück sind Geschwister und gehen Hand in Hand.

Leben im Hier und Jetzt – alle Tiere sind dabei wunderbare Lehrmeister.

Zusätzlich lohnt immer die Arbeit am Herzchakra, an der Herzöffnung und damit an unserer Liebesfähigkeit. Besonders jetzt ist Liebe das Heilmittel so wichtig, denn Liebe und Angst schliessen sich gegenseitig aus.

Alle diese hier genannten Verhaltensweisen haben eine starke Wirkung auf unsere Umgebung, sie bewirken gewissermassen eine energetische Reinigung der Atmosphäre. So können wir dazu beitragen, dass einige Menschen, die sehr irrational reagieren und wie fremdbestimmt handeln, wieder zu sich kommen.

 

Nach der Krise

Auch dann, wenn die Pandemie vorbei ist, kann man noch etwas tun, um ein kollektives Trauma zu vermeiden. Darauf kann man sich jetzt schon vorbereiten:

Trotz oder wegen der Einschränkungen geschehen jetzt viele Dinge, die kaum jemand für möglich gehalten hätte. Es gibt so viele Zeichen von Solidarität, Nachbarschaftshilfe, gemeinsames Singen am Fenster. Vielerorts kommen Wildtiere bis in die Städte.

Sammel alle diese schönen Erlebnisse! Am besten schriftlich und mit Bildern, vielleicht als ein wunderschön gestaltetes Buch.

Irgendwann wird diese Pandemie vorbei sein. Irgendwann kann man diese Erinnerungen hervorholen und mit Anderen teilen: Weisst du noch…. wir haben damals alle am Fenster gesungen, haben Nachbarn gesehen, die wir vorher gar nicht kannten, das war so schön!

 

Mit Kindern durch die Krise

Wenn du Kinder hast, erhalten alle die hier beschriebenen Massnahmen noch mal eine viel weitreichendere Bedeutung. Denn damit trägst du grundlegend dazu bei, wie die Kinder diese Zeit erleben; ob sie diese Zeit als traumatisch erleben – oder vielleicht als spannend? Zum Beispiel, indem man Dinge tut, die man unter normalen Umständen nie machen würde: Den ganzen Tag im Pyjama rumlaufen; im Wohnzimmer ein Zelt aufbauen, ein Picknick veranstalten und im Schlafsack übernachten; ein kleines Theaterstück inszenieren und auf dem Balkon oder vor dem Fenster aufführen; sich gegenseitig lustige Frisuren machen – wer kann die meisten Zöpfchen flechten?; und dergleichen mehr. Plane jetzt Erlebnisse, die zu schönen Erinnerungen werden.

 

Paarbeziehung in dieser Zeit

Ganz gleich, ob deine Beziehung glücklich ist, sehr schwierig, vor der Corona Krise gerade in einer kritischen Situation* war oder vielleicht sogar in der Trennungsphase – diese Zeit bedeutet für jede Beziehung eine besondere Herausforderung. Experten erwarten eine erhöhte Scheidungsrate; in Wuhan ist die Anzahl der Scheidungen schon jetzt (Mitte April 2020) sprunghaft angestiegen.

Denn bei deinem/deiner Partner/in werden wahrscheinlich andere Traumata getriggert als bei dir, zusammen kann das eine explosive Mischung ergeben.

Potenziert wird das, falls du einen psychisch kranken, abhängigen oder toxischen Partner hast.

Wenn deine Beziehung zum Partner gut ist, werdet ihr vermutlich gut durch diese Krise kommen, wenn ihr beide an euren Traumata arbeitet.

Was man jetzt NICHT tun sollte:

  • deine Beziehungskrise gründlich bearbeiten;
  • Probleme ansprechen, die du schon immer mal angehen wolltest;
  • alte Verletzungen aufarbeiten usw.

Was du tun kannst:

  • eigenen Rückzugsraum schaffen und das auch dem/der Partner/in gewähren.
  • dich in Gelassenheit und Nachsicht üben.
  • Gedanken machen allein oder mit ihm/ihr: Wie soll es nach der Krise weitergehen?
  • und natürlich alle Tipps aus dem vorigen Abschnitt anwenden.

 

* Wenn du Hilfe brauchst, deine Beziehung durch diese Zeit zu manövrieren, stehe ich dir gerne beratend zur Seite – egal,  welchem Punkt ihr gerade steht.

Speziell für diese Zeit gibt es das Corona-Sonder-Coachingpaket

 

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2 Gedanken zu „Das Coronavirus und unsere Traumata

  1. Sehr guter Artikel. Ich fühle mich an die Ereignisse um den 11.9. erinnert.

    Damals hatte ich irgendwie Panik, heute bin ich merkwürdig entspannt.

    Meinen Kindern versuchen ich und meine Frau ein Beispiel an Gelassenheit zu geben.

    Schließlich kommt alles in die Epigenetik.

    Sinnstiftende Grüße und bleib gesund, David

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