Covid19 und die Folgen für die Kultur (Teil 2)

die maskierte Gesellschaft
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Jutta AdministratorKeymaster
Mein Name ist Jutta Jorzik-Oels, als Berater und Coach bin ich spezialisiert auf Hochsensibilität. Ich helfe hochsensiblen Menschen in Krisensituationen.

Teil 2 des Beitrags Covid19 und die Folgen für die Kultur

Die maskierte Gesellschaft

Auf den ersten Blick wirkt sie im Vergleich zu all den anderen Einschränkungen  eher moderat. Wie eine stille Revolution kam sie daher: Die Maskenpflicht.

Vor einem Jahr wurde sie eingeführt; zunächst in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln; später überall in der Öffentlichkeit. Ab dem Herbst gab es eine verbindliche Maskenpflicht für alle; auch für Kinder. Immer mehr Menschen bedecken den grössten Teil ihres Gesicht täglich viele Stunden mit Schutzmasken.

Vor wenigen Tagen berichtet eine Freundin von der Reaktion ihrer Enkelin auf die Gratulation zu ihrem 6. Geburtstag:

„Ab jetzt muss ich auch eine Maske tragen.“

Frühere Generationen wurden mit 6 Jahren schulreif, Kinder dieser Zeit werden „maskenreif“.

Wichtig ist mir an dieser Stelle die Bemerkung, dass es hier nicht darum geht, die Notwendigkeit irgendwelcher Massnahmen in Frage zu stellen! Ich beobachte lediglich die Wirkungen und Folgen.

In diesem Beitrag möchte ich vor allem die spirituellen Folgen betrachten.

Da ist vor allem  die Angst, die sich als schwere Wolke seit einem Jahr über die ganze Erde gelegt hat.  So schwer und dunkel ist dieses Angstfeld, dass es dem Einzelnen sehr schwer fällt, sich zu entziehen – meist gelingt das nur mit mentaler Arbeit.

Was macht aber die Angst mit uns? Angst macht eng, schränkt die Wahrnehmung ein; wirkt durch das Herzchakra auf dessen Funktion. Angst ist der Gegenspieler der Liebe. Die Aufgabe unserer Zeit ist es, die kosmische Liebe zu entwickeln; die brüderliche Liebe zu allen Wesen; immer mehr und mehr die Verbundenheit mit allen fühlenden Wesen wahrzunehmen.

(lies dazu auch: Herzgeflüster  )

 

Solidarisch verbunden in Angst

Eine ganz neue Verbundenheit mit den Mitmenschen entstand durch die Pandemie. Viele Menschen bemerkten im Frühling 2020 dankbar eine ganz neue, nie gekannte Welle der Solidarität mit Allen. Es entstanden Nachbarschaftsnetzwerke und spontane Gemeinschaftsaktionen wie Singen vom Balkon oder offenen Fenster aus.  Da hatte sich die Angst wohl noch nicht auf die Herzen gelegt. Mit steigenden Infektionszahlen wuchsen Angst und Einsamkeit.

Was blieb, war die Verbindung durch die Angst, die den Menschen gemeinsam ist! Liebe verbindet, Angst trennt. Die trennende, spaltende Wirkung von Corona haben wohl alle im Laufe des letzten Sommers und Herbstes zu spüren bekommen! Denn schon lange wagt niemand mehr, zu diskutieren oder Fragen zu stellen über diese gesamte Thematik. Makaber ist, dass das alles im Namen der Solidarität geschieht.

 

Solidargemeinschaft
Solidargemeinschaft

Die Saat ist aufgegangen

Das Tragen eines Nasen-Mundschutzes ist für die meisten Menschen sehr unangenehm. Viele haben nicht nur Probleme, richtig atmen zu können, sondern bekommen Ekzeme und entzündete Stellen dort, wo die Maske anliegt.

Bereitwillig nahm der Grossteil der Bevölkerung die ganzen unangenehmen Begleiterscheinungen in Kauf – wenn das Tragen einer Schutzmaske Ansteckungen verhindern kann, braucht man keine Angst mehr vor Nähe zu haben!

Oder?

Perfide ist nur, dass von Anfang an die Nutzung der Masken damit begründet wurde,  dass die Anderen geschützt werden – nur aus Solidarität sind sie notwendig! – den Träger selbst würden sie kaum schützen. Aber was aus brüderlicher Solidarität geschah, vermehrte keineswegs die Liebe; sondern säte im Gegenteil  Hass, Zwietracht und noch mehr Angst: Jeder beäugte jeden misstrauisch; ob er die Maske nutzt und auch richtig angelegt hat.

Die Frage ist: Warum wurde von offiziellen Stellen behauptet, Die Masken schützen effektiv die Anderen vor Ansteckung, den Träger selbst aber nur minimal? Denn diese Behauptung ist schlicht falsch, wie jeder weiss, der im Pflegebereich mit infektiösen Patienten gearbeitet hat. (Natürlich gibt es Schutzmasken, die beide effektiv schützen; diese Masken waren und sind in der Öffentlichkeit aber zu keinem Zeitpunkt erhältlich.)

Das Atmen durch die Masken hat aber noch eine ganz besondere spirituelle Dimension.

 

Der alles verbindende Atem

Durch den Atem sind wir alle miteinander verbunden. Wir teilen die Luft mit allen Wesen; wir atmen dieselbe Luft! Die Luft, die von allen lebenden Wesen ausgeatmet wird, mischt sich; wir alle atmen so die  ausgeatmete Luft von vielen Anderen ein. Diese physikalische Tatsache wurde sehr deutlich nachgewiesen durch die Untersuchungen zur Verteilung der Aerosole in Verbindung mit Corona.

Das, was Hochsensible seelisch-geistig fühlen und auf einer feinstofflichen Ebene wahrnehmen, findet tatsächlich auch ganz materialistisch auf der physischen Ebene statt: Wir sind mit allen anderen Wesen verbunden.

Wir leben an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es die Menschheitsaufgabe dieser Zeit, die kosmische, bedingungslose Liebe zu allen Wesen zu entwickeln. Die Voraussetzung dazu ist Empathie – das Fühlen der Verbundenheit mit anderen Wesen.

Durch den Atem kommunizieren wir mit anderen Wesen. Wir nehmen etwas auf von ihnen, wir teilen ihnen etwas mit. Das Miteinander, das Leben in der globalen Gemeinschaft mit Menschen, Tieren und Pflanzen drückt sich im Atem aus. Mit dem Einatmen geben wir und nehmen von den anderen entgegen mit dem Ausatmen.

Das Teilen der Luft, das Mit-teilen, dieses Geben und Nehmen, ist eine Voraussetzung für das Leben! Die Luft nicht zu teilen, bedeutet den Tod.

Es ist bekannt, dass Hochsensible häufig bestimmte Körperwahrnehmungen haben, die neurotypische Menschen so nicht kennen. So fühlen viele Hochsensible das Strömen des Blutes, ihren Herzschlag, das Lösen des Seelenleibs aus dem physischen Leib beim Einschlafen. Es scheint so, dass der ganze physische Leib durchdrungen ist mit wahrnehmendem Bewusstsein. Möglicherweise ist die Wahrnehmung der Verbundenheit mit Allen und Allem das Resultat des Teilens der Atemluft!

Die Masken reduzieren sehr stark das Teilen des Atems – auch das ist eine physikalische Tatsache. Die Kritik vieler Ärzte, vor allem Pädiater, bezieht sich darauf: Wer eine Maske trägt, atmet zum grossen Teil seine eigene ausgeatmete Luft wieder ein.

Das Einatmen seiner eigenen ausgeatmeten Luft hat weitreichende Wirkungen auf den gesamten Organismus; u.a. eine Übersäuerung des Blutes, langfristig eine Vergiftung des gesamten Stoffwechsels. Welche seelisch-geistigen Wirkungen hat das wiederum? Hier nur soviel dazu: Das Blut ist der Träger des Ichs, das Stoffwechselsystem Träger der Willenskräfte; also unseres Wollens (nicht Wünschens!) und Handeln- unserer Tatkraft.

Das Atmen mit einem Nasen-Mundschutz erschwert also in erheblichem Mass den energetischen Austausch mit Anderen. Jeder ist für sich, in gewisser Weise getrennt und abgegrenzt von der Umwelt.

Seelisch entspricht das Für-sich-sein dem Bild von Autismus.

 

allein
allein mit sich

Die autistische Gesellschaft

Autismus ist auf der seelischen, emotionellen Ebene das Gegenbild von Hochsensibilität. Während Hochsensible sich mit allen verbunden fühlen, die Gefühle anderer oft wie ihre eigenen wahrnehmen, sind Autisten dazu nur sehr eingeschränkt fähig. Eines der wichtigsten Merkmale von Autismus ist die Unfähigkeit, andere Menschen zu „lesen“; zu erkennen, was im Anderen vorgeht.

In Finnland bekommen deshalb  junge Asperger-Autisten sehr früh Kommunikationstherapie, die ihnen helfen soll, anhand der Mimik die Gefühlslage ihres Gegenübers einschätzen zu können. Durch das Erlernen dieser Fähigkeit können sie sich viel besser in die Gemeinschaft integrieren; werden in der Schule viel mehr akzeptiert.

So waren meine Gedanken nach Einführung der allgemeinen Maskenpflicht: „Dadurch werden Autisten wieder völlig ausgegrenzt; sie haben es schon schwer genug, Mimik zu deuten. Mit einer Bedeckung, hinter der der grösste Teil des Gesichts verborgen ist, wird das gar nicht mehr gelingen – oder?“ Ich startete eine Umfrage in einem Autistenforum: „Wie wirken die Masken auf eure Kommunikationsfähigkeit? Könnt ihr noch Gesichter lesen?“

Das Ergebnis erstaunte und erschütterte mich gleichermassen. Es antworteten eine Anzahl erwachsener Autisten, alle antworteten in der gleichen Weise.  Kernaussage war:

„ich finde es ganz toll, dass jetzt alle Masken tragen – damit werden alle zu Autisten!“

 

Die Lunge – das Organ der Erde

Erklärter Sinn der Masken ist Schutz vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus, das in erster Linie die Lunge angreift. Nicht das Herz, nicht die Nieren oder den Darm, sondern die Lunge. Bei allen, die an Covid19 gestorben sind, hat Lungenversagen zum Tod geführt.

Die Lunge ist das Organ, das uns mit der Erde verbindet.  Als Kommunikationsorgan wirkt sie als Vermittler zwischen Mensch und Natur; zwischen Innenwelt und Umwelt. Anders, als man meinen könnte, ist sie nicht dem Luftelement, sondern dem Erdelement zugeordnet.

Rudolf Steiner, der Mitbegründer der anthroposophischen Medizin, wies in seinen Vorträgen für Ärzte darauf hin, wie wichtig es ist, dass ein Arzt die Beschaffenheit des Erdbodens kennt:

“ Innig zusammenhängend ist das Lungenleben mit all dem, was nun der Ort einfach durch seine Erden-Konfiguration bietet, ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, in der zum Beispiel wie in der hiesigen Gegend sehr viel Kalkboden ist, oder ob wir es zu tun haben mit einer Gegend, wo viel Kieselboden ist, wo also Urgebirge ist. Danach ist immer, und zwar bis in hohe Grade, verschieden das menschliche Lungenleben, denn die Lunge ist wesentlich abhängig von der festen Bodenbeschaffenheit des Ortes. Zu den ersten Aufgaben des Arztes, der sich in irgendeiner Gegend niederlässt, würde es eigentlich gehören, die Geologie dieser Gegend gründlich zu studieren. Das Studium der Geologie dieser Gegend ist eigentlich eins und dasselbe mit dem Studium der Lungen der betreffenden Gegend. Und man wird sich klar sein müssen darüber, daß das ziemlich Ungünstigste ist, wenn die Lunge ganz und gar sich nicht anpassen kann an die Umgebung. …… Ich meine, indem ich diese Abhängigkeit konstatiere der Lunge und der Umgebung, damit den inneren Bau der Lunge, ich meine nicht die Atmung. „
Rudolf Steiner, Geisteswissenschaft und Medizin, Dornach, 29. März 1920, GA 312

 

Die Lunge verbindet uns Menschen also organisch mit der ganzen Natur. Dass nun ein Virus gerade dieses Organ angreift, kann man leicht als ein Zurückschlagen der Natur gegen den Menschen begreifen. Seit langer Zeit ist unsere Kommunikation mit der Natur gestört!

Interessant ist, dass sich Haustiere zwar mit Corona anstecken – bei finnischen Untersuchungen wurden sowohl bei Katzen als auch bei Hunden grosse Mengen Viren u.a. auf der Haut gefunden. Allerdings schadet der Virus den Tieren nicht! Bei Tieren ist die Kommunikation mit der Umwelt intakt.

Viele Menschen haben sich in dieser Zeit ein Haustier angeschafft, um der Einsamkeit zu entgehen. Ein Tier zu haben, bedeutet auch immer, sich ein Stück weit auf den Weg der nonverbalen Kommunikation mit einer anderen Spezies zu machen. Wer sich wirklich auf sein Tier einlässt, kann von ihm viel lernen über die Verbindung des Tieres zur Natur.

Andere gehen aus purer Verzweiflung hinaus in die Natur, da so viele andere Freizeitbeschäftigungen wegfallen und Bewegungsmöglichkeiten wegfallen.

So bleibt zu wünschen, dass wir diese Chance wahrnehmen, die Natur wieder wahrzunehmen; zu lernen, was sie uns mitteilen möchte.

Abschliessend möchte ich auf diesen Roman hinweisen, erschienen 2009. Juli Zeh beschreibt darin eine Gesellschaft unter einer Gesundheitsdiktatur irgendwann im 21. Jahrhundert, in der Gesundheit zur höchsten Bürgerpflicht geworden ist. Was vor 10 Jahren Science Fiction war, ist heute Wirklichkeit.

Mein Buch zum Thema Hochsensibilität:

 

 

2 Gedanken zu „Covid19 und die Folgen für die Kultur (Teil 2)

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