Leben als HochsensiblerMein Tagebuch

Von Pol zu Pol

wegweiser

 

Seitdem ich einen Grossteil meiner freiberuflichen Tätigkeit mit dem Planen und Konzipieren neuer Projekte verbringe, fällt mir immer wieder auf, dass meine Produktivität in Wellenbewegungen erfolgt:

Mal bin ich eine Zeitlang ungeheuer produktiv und schaffe viel, doch danach folgt unweigerlich eine Phase, in der ich nichts zustande bringe; höchstens ein paar Ideen für Blogbeiträge grob skizziere. Diese Ruhephase dauert um so länger, je länger auch die Schaffensphase angehalten hat.

Mich erinnert das jedes Mal an  Atmen: Einatmen und Ausatmen wechseln stetig ab, rhythmisch, aber nicht alle Atemzüge sind gleich lang.

Diese Art von Wellenbewegungen sind  vor allem bei den sogenannten HSS (= High-Sensation-Seeker) unter den Hochsensiblen bekannt: aktive und extravertierte Phasen, in denen einem nichts zu viel ist, wechseln mit introvertierten Phasen des völligen Rückzugs ab.

Ich erkenne mich da allerdings nicht wieder; HSS sind sowohl extra – als auch introvertiert; ich bin ausschliesslich introvertiert. Auch sind meine produktiven Phasen lange nicht so extrem, wie von HSS beschrieben.

Etwas anderes ist mir öfter in den Sinn gekommen:

Der Wechsel von Jubel zu Trübsal. Von Freude zu Trauer.

Abgeleitet von: Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt; was viele viele Male zu stark ist für das, was ich erlebe.

Dieser Begriff himmelhochjauchzend-zu Tode betrübt ist eine Umschreibung für eine schwere psychische Erkrankung, bekannt als bipolare Störung, in der manische und depressive Phasen abwechseln. Bei „Psychiater im Netz“ steht dazu:

„Die Manie stellt sich als übersteigertes Hochgefühl dar und die Betroffenen sind gleichzeitig meist überaktiv, euphorisch oder gereizt. Auf diese Phase folgen mehr oder weniger ausgeprägte Depressionen, mit gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und Traurigkeit.“

Schon oft habe ich gedacht, dass ich, genau wie eine Reihe anderer HSM, so etwas in erheblich geringerem Masse lebe, ohne dass diese Phasen an einen krankhaften Zustand heran reichen.

Es ist die Bewegung von kreativem Schaffen, Überquellen von Ideen, Kraft  zu seelischer Müdigkeit und Kraftlosigkeit und wieder zurück.

Jetzt würde ich gerne wissen: Kennen das alle Hochsensiblen?

Wenn man davon ausgeht, dass wir das Leben tiefer und in mehr Facetten erleben als Nicht-Hochsensible, finde ich diese Bewegung im Grunde genommen natürlich.

Demnach ist es vielleicht auch so, dass alle Menschen ständig diese Bewegung vollziehen, nur in noch mal deutlich geringerem Umfang als Hochsensible?

siehe auch: Schreibblockade

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