Beziehung mit Pflanzen

jahresrückblog
Lesezeit ca: 3 Minuten
  • New tab
Jutta AdministratorKeymaster
Mein Name ist Jutta Jorzik-Oels, als Berater und Coach bin ich spezialisiert auf Hochsensibilität. Ich helfe hochsensiblen Menschen in Krisensituationen.

Wie sehr freuen wir uns, wenn nach dem trüben und viel zu langen Winter die ersten Schneeglöckchen ihre Köpfe aus dem Schnee strecken! Denn sie teilen uns mit, dass der Frühling schon längst auf dem Weg ist und der Winter sich nun ganz bald verabschiedet – auch wenn sonst nicht viel davon zu sehen ist. Diese Freude zu empfinden über das Erscheinen des Schneeglöckchens im Vorfrühling, heisst das, in Beziehung mit der Pflanze zu sein? Nicht wirklich. Denn eine Beziehung ist immer etwas Gegenseitiges. ein Geben und Nehmen. Hast du mal darüber nachgedacht, ob deine Freude über die ersten Blüten etwas bedeutet für das Schneeglöckchen? Was es fühlt, wenn du dich freust? Oder wenn jemand ganz achtlos vorübergeht, ohne es zu bemerken? Der erste Schritt zum Aufbau einer Beziehung wäre, dich zu bedanken. Mit Worten, laut oder leise gesprochen, zu diesem Schneeglöckchen da neben deinen Füssen.

Im Laufe des letzten Jahres empfand ich immer stärker, wie sehr die Erde sich danach sehnt. Sie ruft nach uns, sie braucht uns gerade jetzt so sehr!  In Verbindung mit Pflanzen zu gehen, sich wirklich auf sie einzulassen, ist eine Möglichkeit, die Verbundenheit mit der Erde zu stärken. Ich könnte auch sagen, es geht um Pflanzenkommunikation. Aber dieser Begriff ist mir zu abgedroschen, auch schon zu inflationär, und könnte auch falsche Vorstellungen wecken. Eine spirituelle Beziehung zulassen; in energetische Verbindung gehen mit Pflanzenwesen, ist das Ziel. Dabei erfährt auch man eine Menge darüber, was die Pflanzen uns geben können. Aber das ist nicht mein erstes Anliegen! Denn, siehe oben, eine echte Beziehung beruht immer auf geben und nehmen!

Eine Leserin schrieb: Ja, den Pflanzen zu lauschen, sei wichtig! Man lernt so viel, wenn man sich einlässt. So habe sie nach jahrelangem, vergeblichen Kampf gegen ein Unkraut in ihrem Garten entdeckt, dass eben dieses Kraut wichtige Eigenschaften hat, die ihr nun zu Gute kommen; und das habe ihr die Pflanze mitgeteilt. Ich las diesen Kommentar mit sehr gemischten Gefühlen. Sicherlich hat sie recht, es ist ein guter Anfang, sich im Garten umzuschauen, was für Unkräuter da wachsen und partout nicht verschwinden wollen. Sie hat recht, diese Unkräuter rufen nach uns, möchten uns etwas mitteilen. Aber bei einer Verbindung mit den Pflanzen darf es an dieser Stelle nicht aufhören! Die Natur schenkt uns überreichlich, und wir Menschen bedienen uns bei ihr wie in einem grossen, kostenlosen Gemischtwarenladen. Wir nehmen, was wir wollen, ohne nachzudenken – ob es nun Kräuter sind oder Öl oder Kohle. Das hat mit Beziehung nichts zu tun!  Eher mit benutzen.

Heilkunde mit Pflanzen

Natürlich geht es bei der Beschäftigung mit dem Pflanzenwesen letztlich auch um Heilkunde. Aber eben nicht im herkömmlichen Sinn! Und schon gar nicht geht es um klassische Phytotherapie. Die unterscheidet sich übrigens nur marginal von der Allopathie; die Therapie setzt am Symptom an. Das heisst, sie behandelt die Krankheit, nicht den Menschen. In der Allopathie wird Kopfschmerz beispielsweise mit synthetisch hergestellter Acetylsalicylsäure behandelt. In der klassischen Phytotherapie mit einem Weidenrindepräparat, das eine Vorstufe von Acetylsalicylsäure enthält. Es wird nicht geschaut, was den Kopfschmerz auslöst: Stress, die Leber, ein verspannter Nacken vielleicht.  Eine Pflanzentinktur aus der ganzen Pflanze wirkt allerdings viel besser und umfassender als ein allopathisches Mittel, wenn sie nicht nur symptomatisch eingesetzt wird, sondern der Therapeut den ganzen Menschen im Blick hat. Allerdings geht die Tendenz seit Jahren dahin, Präparate nur noch aus Pflanzenextrakten herzustellen, deren Wirksamkeit wissenschaftlich eindeutig belegt sind. Das ist nicht Pflanzenheilkunde, das ist Pflanzenmissbrauch! Die Pflanzenwesen teilen ihre heilenden Kräfte gerne mit uns Menschen. Vor allem aber teilen sie ihre Heilkräfte dem Ort mit, an dem sie wachsen. Dieser verlangt nach ihnen, hat sie eingeladen, und sie sind gekommen und heilen durch ihr Dasein das Leben an diesem Ort. Dass genau diese Kräfte auch deiner Konstitution zu Gute kommen, ist kein Zufall, denn du bist Teil dieses Ortes.

„Die Erde ist unter uns. Aber die Erde ist auch über uns und um uns herum. Und die Erde ist in uns. Wir sind die Erde!“ (Thich Nath Han, Liebesbrief an die Erde)

Pflanzenflüstern

Dieser Beitrag entstand als Einführung zu einer Reihe von Pflanzenflüsterworkshops ab dem Frühjahr 2022.
Das Thema aller Workshops ist, mit verschiedenen Methoden die Pflanzenwesen verstehen zu lernen. Das Ziel  ist, die Beziehung zur Erde, unserer Mutter Erde, zu vertiefen.
Wenn du Interesse daran hast, schicke mir eine Mail!   sende dir dann Informationen, wann der nächste Workshop stattfindet.
Bei grossem Interesse werden alle Workshops wiederholt.

Das Thema „Verbundenheit“ und warum diese heute so wichtig ist, wird in diesem Buch im letzten Teil ausführlich behandelt:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert